Adipositas in der Praxis 08.03.2005
Fachgerechte Therapie ist erforderlich Die Definition von Adipositas als Erkrankung bedeutet, dass ausschließlich ÄrztInnen und von ÄrztInnen beauftragte Ernährungsberater, berechtigt sind, eine Behandlung von adipösen Patienten durchzuführen. Patienten mit Übergewicht und ohne Begleiterkrankung können dementsprechend auch von anderen Gesundheitsberufen oder dafür besonders ausgebildeten Laien betreut werden. Die flächendeckende Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention von Übergewicht und Adipositas benötigt die Einbeziehung eines Großteils der Bevölkerung und stellt grundsätzlich eine gesundheitspolitische Herausforderung dar. Bewusstseinsbildung und Orientierung Vor diesem Hintergrund beschloss die Österreichische Adipositasgesellschaft als medizinische Fachgesellschaft Leitlinien zur Diagnostik, Prävention und umfassenden Therapie der Adipositas zu erarbeiten bzw. Leitlinienempfehlungen anderer europäischer Gesellschaften, wie der Deutschen Adipositasgesellschaft, an die österreichischen Erfordernisse anzupassen. Bei der Erstellung dieser Leitlinienempfehlungen haben eine Reihe österreichischer Fachleuten mitgewirkt, denen mein besonderer Dank für Ihr Engagement gilt. Im Rahmen der 5. Jahrestagung der ÖAG von 5. - 7. November 2004 in Seggau wurden die Leitlinien der Österreichischen Adipositasgesellschaft präsentiert, die vorläufig Gültigkeit bis Ende 2007 besitzen. Eine Aktualisierung ist im Abstand von 2 Jahren, bei wichtigen neuen Erkenntnissen jedoch entsprechend früher vorgesehen. Die Leitlinien der ÖAG haben zum Ziel, das Bewusstsein für das Gesundheitsproblem Adipositas gesundheitspolitisch und allgemein zu stärken, sowie Therapeuten und Betroffenen eine orientierende Hilfestellung zu geben. Insgesamt sieben Kapitel behandeln die Themen Definition, Diagnostif, Komorbiditäten der Adipositas, Gewichtsreduktion, Prävention, Therapie und langfristige Gewichtsstabilisierung. Ausführliche Erläuterungen zu Indikationen, Voraussetzungen und verschiedenen Behandlungsformen inklusive der bisher vorhandenen Evidenz zu einschlägigen Medikamenten illustrieren die Optionen in der Praxis. Univ. Prof. Dr. Monika Lechleitner << zurück
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