| |
Leitlinien: 7. Langfristige Gewichtsstabilisierung

16.11.2004
Die Langzeitergebnisse hängen entscheidend vom Betreuungskonzept ab. Folgende Gesichtspunkte sind zu beachten:
- Da der Energieverbrauch im Rahmen einer Gewichtsreduktion zurückgeht, bewirkt die Rückkehr zu früheren Ernährungsgewohnheiten eine Gewichtszunahme (Leibel et al., 1995). Die Energiezufuhr muss daher so bemessen werden, dass das Körpergewicht konstant bleibt.
- Eine fettreduzierte Kost scheint gut geeignet, eine Wiederzunahme zu verhindern (Klem, 1997; Toubro, 1997).
- Durch vermehrte körperliche Aktivität wird der Energieverbrauch erhöht. Durch gleichzeitigen Erhalt der Muskelmasse kann die Gewichtsstabilisierung erleichtert und unterstützt werden (Jakicic, 2001).
- Die Fortführung des Therapeuten-Patienten-Kontaktes wirkt sich positiv auf die langfristige Gewichtsstabilisierung aus, da der Patient immer wieder motiviert wird, neu erlernte Ess- und Bewegungsgewohnheiten beizubehalten (Perri, 1993).
- Die Einbindung in eine Selbsthilfegruppe und die Unterstützung durch Familienangehörige oder sonstige Vertrauenspersonen wirken sich günstig auf die Gewichtsstabilisierung aus und beugen Rückfällen vor (Perri, 1993).
Strukturierte Betreuungsprogramme sind im Rahmen von EU-Projekten vorgesehen (SCOPE).
Download 1: 72_Leitlinien_OeAGneu1.doc
|
|