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Nein zur Stigmatisierung von adipösen Menschen Adipositas ist eine Krankheit und braucht gesamtgesellschaftlichen Lösungsansatz Meldungen aus Großbritannien sorgen auch in Österreich für heftige Diskussionen: Das britische Gesundheitsministerium möchte, dass ÄrztInnen Menschen mit Adipositas zukünftig als "fett" bezeichnen, um sie zum Abnehmen zu motivieren. Diese Stigmatisierung und Diskriminierung ist klar abzulehnen. "Adipositas macht vor Österreich genauso wenig halt, wie die Aschewolke"
11. ÖAG- Jahrestagung Tagungsthemen: Tagungsgebühren: - Fachärzt/in/Allgemeinmediziner/in: 120,- EUR
Tagungsbüro: Ehrenschutz:
Vorwort: Übergewicht und Adipositas werden als Hauptgesundheitsprobleme dieses Jahrhunderts angesehen. Es handelt sich um das weltweit am schnellsten wachsende Gesundheitsrisiko. Dieses Problem betrifft fast alle westlichen Industriestaaten, auch aber zunehmend wirtschaftlich aufstrebende Gesellschaften in ehemals ärmeren Ländern (Österreichischer Adipositasbericht 2006). Die Frage nach der Zahl der Übergewichtigen und Adipösen in Österreich lässt sich zumindest derzeit nicht mit einer einzigen Ziffer beantworten. Jedoch haben wir eine sehr genaue Vorstellung der Dimensionen in denen wir uns bewegen, wohin die Trends gehen und welche Personengruppen stärker betroffen sind als andere. Der Österreichische Adipositasbericht 2006 hat viele Daten gezeigt, doch dies kann und konnte nur die Basis für die Diskussion sein, für klinische Relevanz, die Public Health Relevanz und die damit verbundenen notwendigen Strategien, einschließlich epidemiologischer und ökonomischer Aspekte. Ein immer wieder kehrendes Ergebnis aller Diskussionen und Berichte, so auch des Adipositasberichtes 2006 und des Diabetesberichtes 2004 war und ist die Frage nach der Evidenz und Umsetzbarkeit von Public Health Strategien und Aktivitäten zur Prävention und nachhaltigen Ergebnissen der Betreuung. Diese Frage ist mehr als notwendig und besonders wesentlich ist es, Evidenz-basiert an diese Frage heranzugehen, beziehungsweise in manchen Bereichen die Weichen dafür zu stellen. Der 2010 vom Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichte „Nationale Aktionsplan Ernährung“ wird auch als Instrumentarium dafür zu diskutieren sein. „Gender hat Gewicht“ ist ein zentrales Statement des diesjährigen Kongresses, u.a. soll Adipositas aus dem Blickwinkel der „Männergesundheit und der Frauengesundheit beleuchtet werden. Weitere Hauptsitzungen widmen sich Risikoassoziationen zwischen Lebensalter und Adipositas, wie dem Adipositasparadoxon im Alter, oder den Fragestellungen leitliniengerechter Adipositatherapie bei Kindern, sowie Erfahrungen in der Versorgung übergewichtiger und adipöser Patientinnen und Patienten im Gesundheitssystem. Die Möglichkeiten und Grenzen von Adipositasmedikamenten und ein Update der Therapie des metabolischen Syndroms sind ebenso wie die bariatrische Chirurgie Teil des Programmes . Diskutiert werden auch die Möglichkeiten des Einsatzes von VLCD-s . Im Rahmen des Kongresses wird es auch ein praktisches Angebot für die TeilnehmerInnengeben, die die „Zeit zum Bewegen“ nicht zu kurz kommen lässt. Es gibt nicht die homogene Bevölkerung, die wir mit der immer gleichen Therapie, Betreuung, Präventionskampagne und gesundheitspolitischen Strategie gleichermaßen erreichen können. Der diesjährige Kongress der Österreichischen Adipositasgesellschaft spannt einen Bogen zwischen Forschung und täglicher Praxis, zwischen etablierten Leitlinien zur Betreuung der Patientinnen und Patienten und „Evidenzsuche“, zwischen Public Health und klinischer Betreuung. So freuen wir uns auf eine spannende und gestaltende wie netzwerkbildende Diskussion mit Ihnen als Teilnehmerinnen und Teilnehmern und Referentinnen und Referenten im Rahmen des Kongresses und im Rahmen des traditionellen Gesellschaftsabends der ÖAG. Ihre
Editorial
Adipositas (krankhaftes Übergewicht) ist eine ernsthafte Erkrankung! Mit Adipositas sind häufige Begleit- und Folgeerkrankungen wie etwa Bluthochdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), erhöhte Blutfette aber auch Krebserkrankungen und damit auch eine hohe Krankheits- und Sterblichkeitrate der Betroffenen in allen Industrieländern verbunden. Die zunehmende Häufigkeit der Adipositas könnte auch in Österreich, wie in anderen Industrieländern, dazu führen, dass die Lebenserwartung in Zukunft rückläufig sein könnte. In den nächsten Jahren setzt sich die Gesellschaft zum Ziel, vor allem zur Ausbildung für Ärztinnen und Ärzte und Gesundheitsberufe beizutragen, praxisorientierte Aspekte spezifisch auf adipöse PatientInnenen abgestimmt, zu vermitteln und die Bevölkerung über Risiken, Präventionsmöglichkeiten und professionelle Therapie zu informieren. Betroffenen, KollegInnen und Medien möchte der Vorstand der ÖAG ein spezielles Service bieten. Falls Sie Fragen zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Adipositas haben, senden Sie ein Mail an office@adipositas-austria.org. Wir werden Ihre Fragen gerne so rasch wie möglich beantworten. Mit freundlichen Grüßen, Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder |
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